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Wolfgang Flieder

Bei einem wie Wolfgang Flieder lautet das Lebens-Motto „Det mach’ ick!“ - und zwar seit seiner ersten Rolle am Pioniertheater des Zentralen Hauses der Jungen Pioniere „German Titow“ in Berlin. Wegen seiner überzeugenden Leistung als Hund, der hinter der Bühne bellte, stieg er alsbald auf und in die Figur des Bösewichts Kwakin in „Timur und sein Trupp“. 1962 wechselte er zur Kabarettgruppe „Berlinspatzen“ und war dort neben Ingrid Pollow, Bettina Wegener und Walter Plathe in guter Gesellschaft. Während seiner Lehrzeit als Maschinenbauer im TRO, Berlin, spielte er ab 1965 im Jugendstudio der „Distel“, das Heinz Draehn leitete; immer sonntags durfte das junge Kabarettensemble im Stammhaus an der Friedrichstraße auftreten. Außerdem jobbte er dort bis zum Ende seines Schauspielstudiums im Jahre 1974 als Techniker.

Rastlos, wie im chinesischen Tierkreiszeichen „Tiger“ Geborene nun einmal sind, nahm er übergangslos bis 1976 eine künstlerische Aspirantur in der Fachrichtung Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg auf. Während dieses Studiums gastierte er am Deutschen Theater in Berlin, wo er den Richmond in Shakespeares Richard III. gab und ihn Hans-Amseln Perten, der damalige Intendant, ins feste Ensemble übernehmen wollte.

Der ruhelose Flieder lehnte dankend ab, weil ihm Perten keine weiteren Rollen in Aussicht stellte… Ein Leben lang ein Adliger? Nee. Flieder spielte lieber als Gast am Kleisttheater in Frankfurt/Oder und ging mit dem Staatlichen Tanzensemble der DDR auf Freilichtbühnentournee, um ja keine Bühnenerfahrung auszulassen. In der Spielzeit 1975/76 engagierte ihn Otto Stark für ein Jahr an die „Distel“. Es folgten drei Jahre an den Bühnen der Stadt Magdeburg, wo er 1978 mit anderen Kollegen das Kabarett „Die Kugelblitze“ gründete. Dort war er bis 1986 Kabarettist, stellvertretender Direktor und Parteisekretär. Nach der Eröffnung des neuen Hauses und Diskrepanzen mit der Bezirksleitung der SED verließ er Magdeburg, und nachdem in der Direktion für Theater und Orchester (DTO)die Abteilung Kabarett gegründet worden war, übernahm er diese als Schreibtischtäter.

Als 1988 das Kabarett „Die Oderhähne“ in Frankfurt/Oder geschlossen werden sollte und die Beratergruppe Kabarett (mit Gisela Oechelhaeuser an der Spitze) dagegen Protest eingelegt hatte, übernahm Flieder – wieder unter dem Motto „Das mach’ ick!“ – den Kabarettkeller und begann am 4.11.1989 mit dem bedeutungsschwangeren Titel „Ungeplante Möglichkeiten“ die Spielzeit. Über die Wende hinweg bis heute hat er bei den „Oderhähnen“ jährlich drei bis vier Programme als Kabarettist, Mitautor und Regisseur auf die Bühne gebracht. Wolfgang Flieder hat zweimal die gleiche Frau – Angela – heiraten „müssen“, seine beiden Söhne sind trotzdem echte Wunschkinder.

Trotz dieses abenteuerlichen Lebenslaufes – so richtig berühmt ist Flieder nicht geworden; dafür hat er auch gar keine Zeit, denn er ist beständig in Bewegung. Er kennt sein Publikum genau, und in einem „europäischen Randgebiet“ wie dem Oderbruch hat er mit Europa-Universität und Kleistschem Geist über allem den Ring der Nibelungen auf 2 x 2 Meter Bühne inszeniert.


Margit Meller

An einem kalten Dezembertag wurde ich in Brandenburg, das heißt in der Stadt Brandenburg geboren. Für eine kurze Zeit atmete ich die gleiche Luft wie Manfred Krug. Das war aber nicht der Grund, warum ich zum Theater wollte, wir kannten uns ja nicht. In unserem Haus wohnte die KBB-Chefin des Brandenburger Theaters. Durch ihre Vermittlung roch ich mit acht Jahren zum ersten Mal Theaterluft.

Ich war das Milchmädchen in „Frau Holle“.
Dieser Theatergeruch ließ mich nicht mehr los. Ich ging zum Pioniertheater, später zum Jugendtheater. Aber bevor ich mein Hobby zum Beruf machen konnte, besuchte ich natürlich erst einmal die Schule und zwar kostenlos bis zum Abitur. Während der Oberschulzeit wurde ich nebenbei zum Dreher ausgebildet.

Diesem Beruf konnte ich leider nichts abgewinnen und bewarb mich gleich nach dem Abitur an der Schauspielschule Berlin. Mein Traum platzte, denn ich fiel durch. Also ging ich arbeiten. Zuerst beim Gerichtsvollzieher, als Gehilfin, später malte ich im Malsaal des Theaters Kulissen an. So hatte ich wenigstens die Theaterluft wieder. Beim zweiten Anlauf musste ich wohl besser gewesen sein, denn ich schaffte es, in der Schauspielschule aufgenommen zu werden.

Und so wurde ich nach einem 3-jährigen Studium eine ordentliche Schauspielerin. Ich stand im Staatstheater Schwerin, in Stralsund und in den Landesbühnen Sachsen auf den Brettern. Noch vor der Wende kündigte ich in einem Anflug von Übermut mein Engagement. Ich wollte frei sein und frei arbeiten.

Der Erfolg war, dass ich nach der Wende gar nichts mehr zu tun hatte. Glücklicherweise bekam ich eine ABM-Stelle im Künstlerklub „Die Möwe“. Das Glück bestand nicht in der Arbeit dort, das Glück bestand darin, dass ich eines Tages Wolfgang Flieder dort traf.

Wir hatten beide zusammen studiert, uns aber aus den Augen verloren. Nach 20 Jahren sollten wir uns wieder treffen, damit ich endlich bei den „Oderhähnen“ spielen durfte.
Das ist nun auch schon zehn Jahre her.
Seit 1994 arbeite ich nun bei den „Oderhähnen“ bis …?????


Madlen Wegner

Persönliche Angaben

Geboren am: 8. März 1988 in Eisenhüttenstadt
Wohnsitz: Frankfurt (Oder)
Größe: 180cm
Haarfarbe: Braun
Augenfarbe: Braun
Bildungsgang: 2007 Abitur in Schwedt (Oder)
Ausbildung: 2008-2012 Schauspielschule Frankfurt (Oder)
Juni 2012 Abschluss staatlich anerkannte Schauspielerin
Engagements: 2012-2014 Theater Frankfurt
Stimmlage: Sopran
Sprachen: Polnisch (Grundkenntnisse), Englisch (gut), Deutsch (Muttersprache)
Grundkenntnisse:   Jonglage, Fechten, Akrobatik, Ballett, Tauchen, Percussion, Pantomime, Tai Chi
Tanz: Standard (geübt)
Instrumente: Gitarre (GK) , Klavier (GK)
Sportarten: Basketball (Landesmeisterin), Tennis, Fußball, Tischtennis, Mountainbike
Besonderes: Führerschein Klasse B


Bühnenstücke (Auswahl)

2009   "Das Labyrinth" von Frank Radüg // Direktorin // F. Radüg
"Der Teufel mit den drei ..." nach Grimm // Teufel, König, Räuber // F.Radüg
2010 "Faust 1 und 2" von J. W. Goethe // -Kleindarstellerin- // Göstha Knothe (Uckermärkische Bühnen Schwedt)
"Hotel zu den zwei Welten" von E.E.Schmitt // Marie Martin // Phillipe Tibbal
"Die Verlobung in St.Domingo" von Kleist // Babekan // F. Radüg
"Die Marquise von O" von Kleist // Die Frau von G... // F.Radüg (eine Koproduktion mit der Accademia Teatrale Europea- Italien/Rom)
2011 "Die Herrmannsschlacht" von Kleist // Wolf // F.Radüg
"Don Carlos" von F.Schiller // Elisabeth // Ralf Bockholdt
"Koma" von Frank Radüg // Mutter // F.Radüg
"Der Weihnachtsmann weiß alles besser" von Frank Radüg // Weihnachtsmann // F.Radüg
2012 "Schneewittchen und die sieben Zwerge" nach Grimm // Stiefmutter/Zwerg // F.Radüg
"Buratino" nach A.N.Tolstoi // Papa Carlo/Fuchs John // F.Radüg
"Die Brandstifter" von Max Frisch // Chor der Feuerwehr // Göstha Knothe (Uckermärkische Bühnen Schwedt)
"Sommernachtstraum" von W. Shakespeare // Helena // Göstha Knothe
2013 "Schneeweißchen und Rosenrot" nach Grimm // Rosenrot // F.Radüg
"Max und Moritz" nach W. Busch // Max // F.Radüg
"Der Diener zweier Herren" von C. Goldoni // Pandolfo // F.Radüg
"Der eingebildete Kranke" von Moliere // Beline // F.Radüg (Teilnahme am internationalen Theaterfestival -25.Rencontres de Jeune Theatre Europeen- in Grenoble/ Frankreich)